HEXENJAGD – HEUTE

Sonderausstellung in Dänisch und Englisch.

Die Leute haben Angst. Um die Angst unter Kontrolle zu bekommen, sind wir bereit, große Anstrengungen zu unternehmen – und Menschen haben immer noch Angst vor anderen Menschen.

Die Dynamik der Hexenjagd

Anhand von sieben Schwerpunkten beleuchtet die Ausstellung einige der Dynamiken und Situationen, die Menschen auf der ganzen Welt bis heute Angst vor Hexerei machen.
An manchen Orten reagieren Menschen, die Angst haben, indem sie die Dinge selbst in die Hand nehmen, an anderen Orten ist die Verfolgung legal.

Foto: Kristina Steiner

Foto: Eilif Aslaksen_NRK

Die Hexenkinder

Die Organisation Land of Hope unter der Leitung der Dänin Anja Lovén rettet Kinder, die der Hexerei beschuldigt werden, in Nigeria. Land of Hope gibt ihnen ein neues Zuhause und eine Zukunft.
Die Kinder haben viele Gewalterfahrungen gemacht und nutzen unter anderem Kunst, um ihre Gefühle auszudrücken.
Wir haben die große Ehre, einige der Kinderbilder zeigen zu können und können so dazu beitragen, den Kindern die Stimme zurückzugeben, die ihnen genommen wurde, als sie beschuldigt wurden, Hexen zu sein.

Es tut weh! von Deborah Edet, 16 Jahre.

Deborah schreibt: „Kinder, die als ‚Hexen‘ gebrandmarkt werden, werden vielen Misshandlungen, Ängsten und Traumata ausgesetzt, die vom Verbrennen in Feuer, Schlägen, dem Aufschlitzen ihrer Körper mit scharfen Messern, Säurebädern und dem Eintreiben von Nägeln in ihre Schädel reichen. Nur damit sie ‚gestehen‘, dass sie Hexen sind“.

Die Hexen von Gushegu

Der Dokumentarfilm Gushegu Exile (53 Min.) wird im Ausstellungsraum mit englischen Untertiteln gezeigt. Darin erzählt Emil Nørgaard Munk die Geschichte von Ghanas Hexenlagern, die von Frauen bewohnt werden, die der Hexerei beschuldigt werden.

Events

Im Herbst führen wir zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema durch. Unter anderem wird es möglich sein, Anja Lovén und ihr Team bei HEX! zu treffen, wo Anja über das Kunstprojekt und den Prozess dahinter sprechen wird. Aber auch über die Lage in der Welt heute wird diskutiert, genauso wie Sie den Dokumentarfilmer Emil Munch treffen können, der nach Ribe kommt, um seinen Film über die in Ghana lebenden sogenannten Hexenwitwen zu zeigen in abgelegenen Lagern, weil sie für Hexen gehalten werden.
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Die Ausstellung ist bis zum 10. November 2022 zu sehen.