Geschichte des Museums

Die Idee, ein Museum über die dänische und europäische Hexenverfolgung zu schaffen, nahm 2014 Gestalt an. Damals schmiedeten die Südwestjütländischen Museen Pläne, wie der Quedens Gaard inmitten des historischen Stadtzentrums von Ribe in ein Museum umgewandelt werden könnte.

Ein historisches Karree

Nur einen Steinwurf von Quedens Gaard entfernt lebte Dänemarks berühmteste Hexe, Maren Spliids. Sie wurde 1641 auf dem Galgenhügel außerhalb von Ribe hingerichtet. Aber Maren Spliids war nur eine von fast zwanzig sogenannten Hexen, die während der Renaissance in Ribe hingerichtet wurden.Fünf von ihnen wurden von Ebbe Mogensen verurteilt, dem Erbauer des Giebelhauses Sortebrødregade 1, und die Hexenjagd fand somit auch auf dem Areal des Museums selbst und in den umliegenden Straßen statt.

Vor dem Hintergrund der Geschichte nahmen die Pläne in den folgenden Jahren in der authentischen Umgebung wirklich Gestalt an.

Ein dunkles Kapitel der Geschichte

Es war nicht einfach, ein Museum zu gestalten, das ein dunkles Kapitel unserer gemeinsamen dänischen und europäischen Geschichte erforscht.

Es ist eine Geschichte, die die meisten Menschen kennen, aber sie ist auch von Mythen und Folklore umwoben. Deshalb hat sich das Museum zum Ziel gesetzt, unseren Gästen die Hexenfurcht und die Hexenverfolgung nahezubringen.

Dies sind Fragestellungen, die sich mit den Themen Angst, Verfolgung und Geschlechterrollen in der heutigen Zeit verbinden lassen und uns so für uns selbst und unsere gemeinsame Geschichtesensibilisieren können –auch wenn sie brutal ist.

Forschung

Während wir Geld für das Quedens Gaard-Projekt sammelten, bauten wir eine enge Verbindung zur Forschungsgemeinschaft an der Universität von Süddänemark auf, wo eine der führenden europäischen Forscherinnen auf dem Gebiet der Hexenverfolgung, Prof. Louise Kallestrup, arbeitet.

Dies bedeutet, dass das Museum von einem soliden Forschungsumfeld umgeben ist, das wir immer noch pflegen und von dem wir sehr profitieren.

Eröffnung

Das Museum wurde am 29. Juni 2020 von Anja Ringgren Lovén eröffnet, die für ihre großartige Arbeit unter den sogenannten Hexenkindern in Nigeria bekannt ist. Ihre Organisation Land of Hope hat Dutzende von Kindern gerettet, die von ihren Eltern und Gemeinden im besten Fall aufdie Straße gesetzt wurden, weil sie überzeugt sind, dass sie von bösen Geistern und Zauberei besessen sind.

Unterstützung

Das HEX! Museum of Witch Hunt hat 23 Millionen DKK an Fördermitteln für die Renovierung und Sanierung des Museums erhalten und verdankt dies vor allem

  • Aage og Johanne Louis-Hansens Fond
  • A.P. Møller Fonden
  • Inger og Jørgen Nygaard Larsens Fond
  • Sportgoodsfonden
  • Bikubens Fond
  • SE Vækstpuljen
  • Bevica-fonden
  • Johan Hoffmann Fonden

Samarbejdspartnere

Udstillingerne er udviklet i samarbejde med Moesgaard Museums Udstillingstegnestue. Jørgen Overbys Tegnestue A/S står for bygningsrenoveringen af hele Quedens Gaard karreen.